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Altbüron: Ranchfest To Be Ranch und internat. Hufschmiedwettbewerb Zeitreise in den Wilden Westen Ausnahmezustand herrschte am 23./24. August auf der To Be Ranch in Altbüron. Nebst dem traditionellen Ranchfest mit Rinderturnier, Rennen und Geschicklichkeitsreiten fand erstmals ein internationaler Hufschmiede-Wettbewerb im Luzerner Hinterland statt. Ein vollauf gelungenes „Wild West“ Weekend für die Organisatoren Alexandra und Fredi Hess. sa. Ganz „normal“ präsentiert sich das Luzerner Hinterland auf dem Hinweg zur To Be Ranch. Man biegt ab beim Holzkreuz mit dem riesigen Ranchfest-Plakat, fährt über ein Landsträsschen, parkiert am Strassenrand im Land inmitten von zahlreichen Autos, spaziert ein paar Meter Richtung To Be Ranch. Und plötzlich ist alles ganz anders: ganz viele Leute mit Cowboyhut, zwei Stände mit Westernsachen, überall Pferde, der Geruch nach Cowboycoffee, Klänge von Hammerschlägen auf den Amboss und Country Music – man taucht ein in die „Wild West“ Welt, die einmal im Jahr voll ausgelebt wird auf der To Be Ranch von Alexandra und Fredi Hess-Bucher. Hält man sich links, so kommt man an Pferdeboxen vorbei zum Reitplatz. Reges Treiben herrscht hier, viele Zuschauer stehen an der Stirnseite des Platzes oder sitzen im Festzelt, das am Samstag bei Gewitterregengüssen Schutz bietet und am Sonntag Schatten spendet. Ranchbesitzerin und Vereinstrainerin Alexandra Hess-Bucher steht auf dem Platz, richtet und kommentiert das Geschehen, denn für viele Besucher sind Wettkämpfe wie Team-Penning, Geschicklichkeits-Rinderparcours, Barrel Race, Resque und Kurven Race am Samstag und Geschicklichkeitsreiten am Sonntag Neuland. Schnell begreift man jedoch wie es geht, feuert mit den andern lautstark die Reiter an, wettet für sich, welches Rind sich am leichtesten aussortieren lässt, hält den Atem an, wenn die Reiter mit ihrem Pferd um ein Fass wenden, dass das Wasser in der Pfütze nur so spritzt und geniesst die fröhliche und freundschaftliche Stimmung, die auch unter den Wettkampfskonkurrenten jeder Altersklasse herrscht. Und auch die Vierspänner-Zugleistungs- und einspännige Holzrückdemonstration am Samstagmittag stossen beim Publikum auf grosses Interesse. ![]() Am Samstagabend wurden die Kreativ-Stücke durch Fredi und Alexandra Hess versteigert.
Internationale Hufschmiede Doch was waren das für Töne aus der Halle? Es wird Zeit zurückzugehen und einen Blick dort hinein zu wagen. Vorbei an einem tollen Salat- und Kuchenbuffet kommt man durch die Festwirtschaft in den hinteren Hallenteil, wo rechts und links je drei Ambosse und Essen aufgestellt sind. Schweiss, Kraft und Kunst wird hier vereint. Jeweils sechs Hufschmiede aus der Schweiz, Deutschland, Holland und dem Kosovo kämpfen immer gleichzeitig um den Sieg in den Kategorien Mustereisen, Eagle Eye, Kreativ, längstes Eisen, Surprise und darum, am Sonntagnachmittag im Finale der Top 4 im Horseshoing der Beste zu sein. Der Traum von Fredi Hess ist wahr geworden! Seit 12 Jahren bestreitet er selber Hufbeschlagswettbewerbe. Erstmals hat er nun einen internationalen Hufschmiede-Wettbewerb selber organisiert und das in einem ganz speziellen Ambiente mitten im Ranchfest. Ganz klar, dass da das Thema des Kreativ-Wettbewerbs auch „Wild West“ heisst. Wer den Schmieden am Samstagnachmittag zusieht, wie sie aus einem Stück Metall Pferdchen, Cowboyhut, Sheriffstern, Sporen, Messer, Bit, ein Lasso in einer Hand und anderes mehr herstellen, kommt nicht mehr aus dem Staunen heraus. Hier beweisen die vierzehn Männer, dass sie nicht nur Hufeisen schmieden können. Sieger des Wettbewerbs, der wie die anderen auch von Urs Würsch, Ballwil und Frank Müller, Frankfurt an der Oder gerichtet wurde, werden Philipp Fürst und Michael Bühlmann punktegleich. Mit 210 Franken den höchsten Preis erreicht jedoch der Türklopfer in Form eines Longhorns von Roland Bosshard am Abend an der Versteigerung. Ausgelassene Stimmung wie in einem Westernsaloon herrscht an diesem Ranchfestabend in der Festwirtschaft, wo auf der Bühne von Kakteen und Heuballen umrahmt „The Challenge“ mit Sänger Thom Haas, ebenfalls einem Hufschmied, mit toller Country Music einheizt. ![]() Alle Hufschmiede freuen sich mit den Organisatoren Fredi und Alexandra Hess-Bucher (kniend); Sieger Top 4, Ralf Reichhardt (mit Amboss), Gesamtsieger Walter Frehner (2.v.r.) sowie Richter Urs Würsch (2.v.l.) und Frank Müller (ganz rechts).
Schweizer Schmiede schwingen oben aus Schweizerüberlegenheit zeigten die Hufschmiede an diesem Weekend durchs Band. Der erste Preis beim ersten Wettbewerb Mustereisen ging an Walter Frehner aus Marthalen. Nur 10 Sekunden durften die Schmiede den ausgeschnittenen Huf anschauen im Wettbewerb Eagle Eye, bevor sie das Eisen dazu machen mussten. Frehner bewies hier, dass er auch das beste Auge hatte. Er stand am Sonntagabend auch ganz oben auf der Gesamtrangliste. Als Zusatzwettbewerb und Publikumsattraktion versuchten alle Schmiede, inklusive Hausherr Fredi Hess und die beiden Richter, am Abend ein Eisenstück nach einmaligem Erhitzen möglichst lange zu hämmern. Urs Würsch bewies mit dem Sieg, dass er in Altbüron verdientermassen als Richter amtete. Im Sonntagmorgenwettkampf Surprise ging der Sieg an Daniel Zwissler aus Rorschach. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und werde nächstes Jahr bestimmt wieder kommen. Aus meiner Sicht ist dieser erste Wettbewerb vollauf gelungen. Die Infrastruktur ist sehr gut und Fredi hat eine super Organisation geboten “ sagte Ralf Reichhardt aus Uerkheim, der Sieger aus dem Top 4 Horseshoing nach seinem Sieg und der Erstauflage eines internationalen Wettkampfs auf der To Be Ranch. Und auch Henk Maas aus Holland, will nach diesem tollen Erlebnis jetzt endlich auch selber einen Hufbeschlagswettbewerb zu Hause ausrichten. Ob ihm das jedoch so gut gelingt wie Fredi Hess, der nach dieser tollen Premiere nächstes Jahr wieder einen Wettkampf anbieten möchte, das wird sich noch herausstellen müssen. ![]() Veranstalter Fredi Hess am Samstagabend beim "Länge-Schmieden".
Rangliste int. Hufschmiede-Wettbewerb: Mustereisen: 1. Walter Frehner; Marthalen, 700P.; 2. PeterBrülisauer, Niederteufen, 675P.; 3. Michael Bühlmann, Niederwenigen, 670P.; 4. Philipp Fürst, Gunzgen, 665P.; 5. Daniel Zwissler, Rorschach, 653P. Eagle Eye: 1. Walter Frehner, Marthalen, 445P.; 2. Martin Triaca, Dietikon, 425P.; 3. Ralf Reichhardt, Uerkheim, 375P.; 4. Henk Maas, Elshout NL, 355P.; 5. Peter Brülisauer, Niederteufen, 345P. Kreativ: 1.ex. Michael Bühlmann, Niederwenigen und Philipp Fürst, Gunzgen, 280P.; 3. Roland Bosshard, Tschugg, 270P.; 4. Daniel Zwissler, Rorschach, 260P.; 5. Simon Grämiger, Rickenbach ZH, 250P. Surprise: 1. Daniel Zwissler, Rorschach, 765P.; 2. Ralf Reichhardt, Uerkheim, 760P.; 3. Walter Frehner; Marthalen, 745P.; 4.ex. Peter Brülisauer, Niederteufen und Martin Triaca, Dietikon, 730P. Top 4 Horseshoing: 1. Ralf Reichhardt, Uerkheim; 2. Walter Frehner; Marthalen; 3. Peter Brülisauer, Niederteufen; 4. Martin Triaca, Dietikon Wochenendrangliste: 1. Walter Frehner; Marthalen, 1890P.; 2. Ralf Reichhardt, Uerkheim, 1770P.; 3. Martin Triaca, Dietikon, 1760P.; 4. Peter Brülisauer, Niederteufen, 1750P.; 5. Michael Bühlmann, Niederwenigen, 1685P. Rangliste Pferdewettbewerbe: Sorting: 1. Tres Caballeras Locas (Steffi Brunschweiler, Aline Zollinger, Tanja Heuberger); 2.ex. Criollo Team, Yepee Yeah Team, “Scho-wieder –die” Team Penning: 1. Tres Caballeras Locas; 2. Criollo Team; 3. „scho-wieder-die“; 4. Yepee Yeah Team Barrel Race: 1. Manuela Alleman (Dagmersellen); 2. Melanie Räz (Dagmersellen); 3. Vera Wermerlinger (Hergiswil); 4. Anja Marthaler (Pfaffnau) ![]() Mit viel Schwung durch die Pfütze und um das Fass!
Resque Race: 1. Simone und Peter Betschart (Morschach); 2. Simone Betschart (Morschach) und Pascal Heimberger; 3. Sandra Rentsch (Altbüron) und Christine Lang (Nebikon) Kurven Race: 1. Pascal Heimberger; 2. Simone Betschart (Morschach) Geschicklichkeitsreiten Jungpferde: 1. Ludger Coenen; 2. Renate Jäggi (Gondiswil); 3. Rebecca Frank (Roggliswil) Geschicklichkeitsreiten Jugend: 1. Sandra Rentsch (Altbüron); 2. Larissa Fuchs; 3. Andrea Burch; 4. Murielle Blétry (Küttigen); 5. Andrea Annmann mit Führzügel: 1. Benjamin Schurtenberger; 2. Elias Schurtenberger; 3. Elias Schurtenberger Geschicklichkeitsreiten Mittel: 1. Sarah Niederberger; 2. Peter Grunder (Root); 3. Christian Tanner (Aeugst a. A.); 4. Petra Bitzi; 5. Mary Birrer (Ebikon) Geschicklichkeitsreiten Jackpot: 1. Anja Marthaler (Pfaffnau); 2. Mary Birrer (Ebikon); 3. Luzia Barmettler ![]() Action im Viereck: Mit 28jährig hat Freiberger Tina noch immer Spass an Geschicklichkeitsaufgaben. |
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